Zeche Neu-Monopol
Ein technischer Vorzeigebetrieb
Der Steinkohlenbergbau im nordöstlichen Ruhrgebiet, insbesondere in der Region um Kamen und Bergkamen, begann deutlich später als im westlichen Teil des Reviers. Das lag vor allem am Tiefbergbau. Die Kohleflöze wurden in sehr großer Tiefe lokalisiert, was den Abbau schwieriger und extrem teurer machte.
Die ursprüngliche Zeche Monopol wurde vom Essener Unternehmer Friedrich Grillo gegründet, der im späten 19. Jahrhundert maßgeblich an der industriellen Erschließung der Region beteiligt war. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden mehrere Schachtanlagen errichtet, unter anderem die Schächte Grillo und Grimberg.
In den 1970er Jahren wurden mehrere ältere Bergwerksanlagen, darunter die Schächte Grillo und Grimberg, zu einem großen, modernen Betriebsverbund zusammengeschlossen und 1981 eröffnet. Die neue Anlage erhielt den Namen Neu-Monopol. Damit reagierte man auf die sogenannte Kohlekrise: Durch moderne Technik und die Zusammenlegung der Betriebe sollte der Steinkohlenbergbau in Deutschland wirtschaftlich überleben.
Eine zentrale Rolle spielte dabei der Schacht Grimberg 2. Er wurde mit modernster Fördertechnik und einem neuen Fördergerüst ausgestattet. Die Anlage galt als eine der modernsten Zechen Europas und als Vorzeigebetrieb des deutschen Bergbaus. Seit 2002 steht die Zeche unter Denkmalschutz.
Der Schacht Grillo 1 wurde weiterhin für den Materialtransport und die Frischluftzufuhr genutzt. Die Verbundanlage reichte bis in eine Tiefe von über 1.400 Metern und verfügte unter Tage über ein weit verzweigtes Streckennetz.
Trotz dieser Modernisierungsmaßnahmen wurde 1993 die endgültige Stilllegung der Zeche Neu-Monopol beschlossen. Einige Jahre lief der Betrieb noch unter dem Namen Bergwerk Ost, hauptsächlich zur Wasserhaltung.
Heute sind nur noch wenige Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Zechenanlage erhalten, insbesondere das markante Fördergerüst von Grimberg 2 sowie die um genutzte Kohlenwäsche. Seit 2019 wird das Gelände unter dem Namen Technopark Neu-Monopol neu genutzt. Zahlreiche Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Damit ist aus dem früheren Bergwerksgelände ein moderner Wirtschaftsstandort geworden.