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Römerpark Bergkamen

Germanengehöft

Die Germanen lebten in ihren jeweiligen Stammesgemeinschaften. Personen, die eng miteinander verwandt waren oder Land zusammen bewirtschafteten, lebten häufig in einem Gehöft.

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Germanengehöft

Inhaltsverzeichnis

      Historie
      Audio-Guide
      Galerie
      Phalera
      Fotobox
      Wortsalat
      Auswertung
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Das Germanengehöft

Bevor das heutige Nordrhein-Westfalen von den Römern erobert wurde, lebten dort einige Völker sowie Stämme, die als Germanen bezeichnet wurden. 80 v.Chr. brachte der griechische Schriftsteller Poseidonios von Apameia den Begriff ,,Germanen" ein. Julius Caeser benutze die Bezeichnung „Germanen" für verschiedene Volksgruppen. Dazu gehörten Völker in den Gebieten zwischen Nordsee, Ostsee, Weichsel, der Donau und östlich des Rheins. Durch die stetige Bezeichnung ,,Germanen" in seinen Schriften, wurde der Begriff schnell bekannt.

Die Germanen waren jedoch keine zusammengehörende Gesellschaft oder ein Staat, sondern sie lebten in ihren jeweiligen Stammesgemeinschaften und führten untereinander sogar Krieg. Personen, die eng miteinander verwandt waren oder Land zusammen bewirtschafteten, lebten häufig in einem Gehöft. Ein Gehöft ist ein bebautes Grundstück, das als Wohn- oder Arbeitsstätte genutzt wurde. In der Regel besteht es aus nur einem großen Haupthaus. Manchmal jedoch kann sich ein solches Gehöft auch aus mehreren Haupthäusern und weiteren funktionalen Gebäuden zusammensetzen.

Im Lippe-Raum wurden bei archäologischen Grabungen Vielhausgehöfte gefunden. Sie bestanden aus einem großen Wohnhaus mit vielen funktionalen Nebengebäuden. Ein großes Wohnstallhaus ist typisch nordeuropäisch. Die vielen Nebengebäude sprechen eher für eine keltische Besiedlung. Die Funktion der Gebäude ist eingehend erforscht worden. Über den Winter ziehen das Großvieh und die Familie in die Wohnhäuser. Weitere Tiere und vor allem das Kleinvieh beziehen eigene Stallungen und Gebäude. Hinzu kommen noch Werkstätten, die in gut temperierten Grubenhäusern, Speicherbauten und Unterständen untergebracht waren. Die Dacheindeckung bestand vermutlich aus Riet oder Holzschindeln.

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